Vereinbarungen

im Zuge der Vereinigung der bisherigen Kirchengemeinden Christus König in Brackenheim, Heilige Dreifaltigkeit Güglingen mit St. Michael in Cleebronn und St. Ulrich in Stockheim

 

  1. Die Kirchengemeinderäte der drei oben genannten Kirchengemeinden haben den Zusammenschluss der Kirchengemeinden zu einer einzigen am 01.10.2014 beschlossen und daraufhin die Auflösung der Kirchengemeinden, sowie die Errichtung einer neuen Kirchengemeinde zum nächstmöglichen Zeitpunkt bei Bischof Dr. Gebhard Fürst beantragt (Grundsatzbeschluss gefasst in der BO-Sitzung am 28.07.2015, Beschluss im Priesterrat am 05./06.10.2015)
  2. Das kirchliche Leben von Gruppen, Kreisen und Vereinigungen vor Ort wird durch die Vereinigung nicht geschwächt, sondern nachhaltig gestärkt gemäß dem Motto des gesamten Weiterentwicklungsprozesses: Struktur soll Nähe schaffen.
  3. Die neue Kirchengemeinde heißt ST. MICHAEL, WÄCHTER DES ZABERGÄUS und erhält damit das Patronat der ältesten Kirche im Zabergäu und der ganzen Region und wird ergänzt durch den in der Literatur durch die Jahrhunderte traditionellen lokalen „Ehrentitel“ des Michaelsberges (Beschluss in den KGR am 20./21./22.10.2015)
  4. Die Patronate der vier Kirchen in der neuen Kirchengemeinde bleiben erhalten.
  5. Der Pfarreisitz und Wohnort des Pfarrers ist Brackenheim
  6. Die neue Kirchengemeinde umfasst das Gebiet der bisherigen drei Kirchengemeinden.
  7. Mit der Errichtung der neuen Kirchengemeinde durch den Bischof vereinigen sich die bisherigen drei Kirchengemeinderatsgremien zu einem Gremium. Im Jahr 2020 wählt die Kirchengemeinde dann gemäß KGO den neuen Kirchengemeinderat. Evtl. wird zuvor eine Erhöhung der Sitze im KGR beim Bischöflichen Ordinariat beantragt.
  8. Die bisherigen drei Verwaltungsausschüsse vereinigen sich zu einem Gremium.
  9. Aus den bisher drei Kirchengemeinden mit vier Kirchen entstehen zukünftig vier Kirchorte/Teilorte, die ihrerseits als Kümmerer über einen Ortsausschuss verfügen, der sich teils durch Kirchengemeinderatsmitglieder und teils durch hinzuberufene engagierte Personen vor Ort zusammensetzt. Kompetenzen, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten dieser Gremien im Gegenüber zum Kirchengemeinderat werden zu einem späteren Zeitpunkt näher bestimmt.
  10. Zur Erfüllung und Weiterentwicklung gemeinsamer pastoraler Herausforderungen haben die Kirchengemeinderäte Sachausschüsse auf Ebene der Seelsorgeeinheit eingerichtet (Sozialausschuss, Ausschuss Mission-Entwicklung-Frieden, Ausschuss Familienpastoral, Jugendausschuss). Diese bleiben bestehen und können durch weitere ergänzt werden.
  11. Das personale Angebot und die Standorte der Pfarrbüros bleiben nach heutigem Stand im bisherigen Umfang erhalten. Das Pfarrbüro Christus König wird geschäftsführendes Pfarramt der neuen Pfarrei. Die Aufgabenverteilung wird gesondert geregelt.
  12. Die Haushalte der bisherigen Kirchengemeinden werden zum 01.01.2016 zusammengeführt. Es wird dann nur noch ein Haushalt aufgestellt. Alle zweckgebundenen Rücklagen bleiben in vollem Umfang für den bisherigen Zweck erhalten. Sinnvolle Zusammenführungen kleinerer Rücklagen werden vom KVZ erarbeitet und vom KGR beschlossen.
  13. Die Immobilien aller drei Kirchengemeinden gehen in das Eigentum der neuen Kirchengemeinde über und werden entsprechend in das Grundbuch eingetragen.  
  14. Die Arbeitnehmer aller drei Kirchengemeinden werden in die neue Kirchengemeinde übernommen. Es findet ein Betriebsübergang nach § 613a BGB statt. Alle vertraglichen Regelungen bleiben bestehen (MAV-Beteiligung am 02.10.2014 und 09.10.2015; Mitarbeiterversammlung und schriftliche Mitarbeiterinformation am 12.11.2015).
  15. Umfang und Angebot der Gottesdienste in allen Kirchen ändern sich auf Grund der Vereinigung nicht.
  16. Die vielfältigen Aufgaben der Kirchenpflege der vereinigten Kirchengemeinde können zukünftig unmöglich von einem nebenberuflichen Ehrenbeamten mit Aufwandsentschädigung erledigt werden. Deshalb schafft die neue Kirchengemeinde eine hauptberufliche Stelle mit einem Stellenanteil von 50% (Vorgehensweise bestätigt und genehmigt durch RPA Rottenburg, 04.09.2015)
Verabschiedet durch die Kirchengemeinderäte am 14.11.2015